Geboren bin ich 1984 in Zürich. Noch in Windeln gewickelt ging es nach Hinwil, wo ich vom Kindergarten über die Primarschule und die Sekundarschule alles mitmachte. Zum Kunstturnen ging ich aber schon bald zum TV Wetzikon, in die Nachbargemeinde. Daneben waren Gitarre spielen, Mountainbiken und Ski fahren meine liebsten Hobbies.

Schon bald entdeckte ich den Journalismus als meinen Wunschberuf und fing mit 14 Jahren an für die örtliche Zeitung zu schreiben. Für den Zürcher Oberländer, unsere Regionalzeitung, berichtete ich vor allem über das Kunstturnen, da unsere Region eine wahre Kunstturnhochburg ist und die Redaktion schon lange jemanden suchte, der dieses Thema bearbeiten kann. Schon bald sollte ich für den TV Wetzikon die Vereinszeitschrift machen, doch mit fünfzehn Jahren fühlte ich mich für diesen Job dann doch zu jung.

Mit fünfzehn Jahren erreichte ich den Volksschulabschluss, dann ging es für drei Jahre nach Paris (mein Vater hatte dort einen Job angenommen), wo ich an der Deutschen Schule PariS (DsP) das Gymnasium besuchte und das Abitur machte. Kunstturnen konnte ich dort nicht mehr, dafür entdeckte ich Badminton und Volleyball (im Sportclub in Ville d'Avray). Mit unserer Volleyballmannschaft der DSP nahmen wir es schon bald gegen die Mannschaften der anderen internationalen Gymnasien auf. Mit einer Gruppe der DSP wurden wir auch politisch aktiv und vertraten 2002 Indien bei der Uno-Simulation Spun in Bonn.

Vom ersten Tag an war ich Chefredakteur der dortigen Schülerzeitung. Die desprit existierte zwar nur noch in Überresten (Stempel, etwas Geld und ein Exemplar), doch ich konnte einige Klassenkameraden motivieren und schon bald gings los. Die erste Ausgabe kopierten wir noch Nachmittage lang am Schulkopierer, doch schon bald konnten wir unser Blatt in Farbe drucken lassen und uns eine schöne Internetpräsenz aufbauen (die leider nicht mehr existiert). Highlights der Schülerzeitungsarbeit waren das jährliche Pizzaessen, Treffen mit Michael Schumacher und Gerhard Schröder und Interviews mit Jürgen Ackermann (ESA - Chef Ariane-Entwicklung) und Kevin Costelloe (Chefredakteur AP France). Und natürlich der dritte Platz beim Wettbewerb "Die Schülerzeitung des Jahres" des deutschen Nachrichtenmagazins Der Spiegel für das Interview mit Kevin Costelloe. Mit der Schülerzeitungsarbeit hatten wir uns sehr viel Achtung in der Schule geschaffen, fuhren mit zum jährlichen Sitzungswochenende des Schülerrates nach Melun und wurden zur Vorbereitung und dem Treffen mit der damaligen deutschen Bildungs- und Forschungsministerin Edelgard Bulmahn eingeladen und in anderen Fragen kontaktiert. Nach zwei Jahren und 10 Ausgaben gab ich die Leitung der Schülerzeitung an Felix von Boehm ab, um mehr Zeit für das Abi zu haben.

2002 wurde ich dann allerdings mit Christian Heidorn (der schon mein stv. Chefredakteur war) zum Klassensprecher der 13. gewählt. In dieser Funktion erarbeiteten wir eine neue Schülerratsordnung, da die alte aufgrund der Umstellung von Stufen- und Klassensystem schon lange nicht mehr aktuell war und organisierten natürlich viel rund ums Abi. Dieses feierten wir dann feierlich in der deutschen Botschaft mit dem Botschafter Fritjof von Nordenskjöld und dem französischen Astronauten Jean-François Clervoy, der die Festrede hielt (Jacques Chirac wollte kommen (in diesem Jahr feierten die Deutschen und Franzosen 40 Jahre deutsch-französische Freundschaft), konnte aber nicht wegen dem G8 Gipfel in Evian.). Am Abend stieg die Party in der Aula der Deutschen Schule Paris, wo wir unter anderem einen mit standing ovations minutenlang gefeierten Agentenfilm über unsere Klasse zeigten.

Mit dem Abi endete auch meine Zeit in Paris. Ich war zwar zum Studium der Kommunikationswissenschaften an der Sorbonne Nouvel in Paris zugelassen, zog dem aber die wesentlich bessere Ausbildung an der Leipziger Journalistik vor. Den Diplomstudiengang Journalistik studiere ich jetzt in Kombination mit dem Magister Artium Politikwissenschaften an der Universität Leipzig. Ausserdem ziehe ich im Moment die zusätzliche Aufnahme eines Wirtschaftsstudiums in Betracht, da ich immer stärker merke, dass mich besonders die Überschneidungen Journalismus/Wirtschaft (Medienmanagement) und Politik/Wirtschaft (Ordnungspolitik im Rahmen der Globalisierung) interessieren.

An der Uni Leipzig erhalte ich die erhoffte praktische aber wissenschaftlich fundierte Journalistenausbildung und ein Politikstudium, das mich weiterbringt. Bisher war ich entscheidend an der Realisierung des Onlinemagazins NEWWWS und dem Abiturienten und Studienanfänger Magazins Diplom-Spiesser beteiligt. Für die Vergabe des Medienpreises für die Zukunft und Freiheit der Medien der Sparkasse Leipzig war ich im Rechercheteam das die Preiswürdigkeit der Kandidaten überprüfte. Vor und neben dem Studium arbeitete ich (und arbeite ich noch immer) als Journalist beim Zürcher Oberländer, beim Zürcher Unterländer (bei beiden auch als Korrespondent), beim Nachrichtenmagazin Facts, bei der Nachrichtenagentur Associated Press (AP), beim Schweizer Fernsehen und beim Zweiten Deutschen Fernsehen ZDF (Korrespondentenbüro Paris).

Meine Studienleistungen habe ich nach sechs Semestern erbracht, jetzt bin ich auf der Suche nach einem Volontariat.